Krisen­be­glei­tung

durch Offenen Dialog.

Beglei­tung in akuten psycho­so­zia­len Krisen

Montag-Freitag:
Tel.: 0341 39293811 (nur für Termin­ab­spra­chen für Krisen­be­glei­tung)

0341-58155141 (bei allge­mei­nen Anfragen) 

Mail:  dialoge@offenerdialog-ev.de

JUHUUU! 

Wir freuen uns sehr, dass wir nach fast 4 Jahren viel ehren­amt­li­cher oder kaum bezahl­ter Arbeit nun endlich Stellen in der Krisen­be­glei­tung schaf­fen konnten. Aktion Mensch fördert uns für 5 Jahre zwei halbe Stellen zum Aufbau und zur Etablie­rung der Krisen­be­glei­tung. In dieser Zeit soll eine langfris­ti­ge Finan­zie­rung gesichert werden.

Dies bedeu­tet für uns eine große Chance und die Erfül­lung unserer kühns­ten Träume aber auch erstmal viel Umstruk­tu­rie­rung. Wir sind gespannt, wie sich die neu zusam­men­ge­setz­ten Teams machen werden.

Trotz­dem sind wir nach wie vor, und nun mit beson­de­rem Druck, auf Ihre Spende angewie­sen, da wir für die neuen Stellen Eigen­mit­tel erwirt­schaf­ten müssen und alle Anderen, die ohne Stelle in der Krisen­be­glei­tung tätig sind, weiter­hin finan­zie­ren müssen.
Spenden Sie jetzt um mehr Krisen­be­glei­tung möglich zu machen.

Wir sind außer­dem in der Ergän­zen­den Unabhän­gi­gen Teilha­be­be­ra­tung zu erreichen.

Was ist Offener Dialog?

Offener Dialog ist eine Möglich­keit des Umgangs mit akuten psycho­so­zia­len Krisen.
Der Offene Dialog wurde in Finnland entwi­ckelt und wird seit mehr als 25 Jahren in Westlapp­land erfolg­reich prakti­ziert.
Er gehört zu den aufsu­chen­den Hilfen, das heißt, wir kommen zu Ihnen nach Hause. Er basiert auf einem dialo­gi­schen Austausch zwischen allen, die die Krise (mit)erleben.
Wir moderie­ren Gesprä­che zwischen Betrof­fe­nen, Famili­en­an­ge­hö­ri­gen, Freund*innen, Bekann­ten, Kolleg*innen und Menschen, die unter­stüt­zen können. Durch ein neues Verständ­nis der Situa­ti­on entste­hen indivi­du­el­le Hilfen aus der Krise heraus.
Meistens verein­ba­ren wir nach einigen Tagen ein Folge­ge­spräch. Wir beglei­ten Sie, solan­ge die Krise andau­ert, anfangs gerne inten­siv, später in größe­ren Abstän­den.
Hierbei sind uns die Toleranz von Vielfalt, die Wahrung der Würde aller Menschen und ihrer Autono­mie von beson­de­rer Bedeutung.

Um über den Offenen Dialog in Finnland mehr zu erfah­ren können Sie sich diese Dokumen­ta­ti­on ansehen:

Wie funktio­niert der Offene Dialog?

Wann kann ich den offenen Dialog um Unter­stüt­zung bitten?
  • Wenn Sie sich selbst in einer Krisen­si­tua­ti­on befin­den und Unter­stüt­zung suchen.
  • Wenn Sie mit/in Ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen.
  • Wenn Sie sich Sorgen machen, weil ein Ihnen naheste­hen­der Mensch sich ungewöhn­lich verhält.
Wie kann ich den Offenen Dialog e.V. kontaktieren?

Sie können unser Team per Telefon, Mail kontak­tie­ren, wenn Sie für sich oder einen Ihnen naheste­hen­den Menschen in einer Krise Unter­stüt­zung brauchen.
Mo-Fr: 9-17 Uhr
Telefon: 
0341 39293811
E-Mail: dialoge@offenerdialog-ev.de

Wie geht es dann weiter?

Gemein­sam mit Ihnen bespre­chen wir das weite­re Vorge­hen. Wir verein­ba­ren zeitnah einen ersten persön­li­chen Gesprächs­ter­min – meist ist dies bereits inner­halb von 48 Stunden möglich. Gegebe­nen­falls infor­mie­ren wir weite­re betei­lig­te Perso­nen, wie Angehö­ri­ge, Freund*innen und Unterstützer*innen, um diese von Anfang an in den Dialog einzubinden.

Wie läuft das Gespräch ab?
Zum Termin kommen mindes­tens zwei unserer Teammit­glie­der zu Ihnen nach Hause, um das Gespräch zwischen Ihnen und den Betei­lig­ten zu moderie­ren. Falls Sie dies nicht wünschen, stehen Ihnen dafür auch die Räume des Offenen Dialog e.V. zur Verfügung.
In der Regel dauert ein Gespräch 90 Minuten.
Wie es danach weiter­geht – ob es weite­re Termi­ne geben soll und in welchem Abstand oder was es eventu­ell noch braucht – wird von allen betei­lig­ten Perso­nen gemein­sam im Gespräch entschieden.
Unser Team zieht sich dann zurück, wenn wir expli­zit von allen betei­lig­ten Partei­en darum gebeten werden oder wir gemein­sam entschie­den haben, dass eine weite­re Beglei­tung durch den Offenen Dialog e.V. nicht nötig ist. 
Wie steht es mit der Verschwiegenheit?

Wir verpflich­ten uns zur Verschwie­gen­heit bezüg­lich aller Infor­ma­tio­nen, die Sie uns im Rahmen des Offenen Dialogs anver­trau­en – es sei denn, diese Verpflich­tung wird von allen betei­lig­ten Perso­nen audrück­lich aufge­ho­ben. (Die Verschwie­gen­heit gilt jedoch nicht, wenn mit der Weiter­ga­be der Infor­ma­tio­nen eine Straf­tat von schwe­rem Ausmaß verhin­dert werden kann.)
Wichtig ist auch: Wir sprechen uns im Team nicht über Sie ab, oder bilden uns eine gemein­sa­me Meinung über Sie oder zu Ihnen, wenn Sie nicht dabei sind.

Gelegent­lich ist es für uns als Team jedoch nötig, Situa­tio­nen, die wir im Offenen Dialog erlebt haben, nachzu­be­spre­chen. In der Inter­vi­si­on reflek­tie­ren wir unsere Erleb­nis­se und Handlungs­wei­sen, um weiter­hin quali­ta­tiv gut arbei­ten zu können.

(in english)

Wie kann ich mich auf ein Gespräch vorbereiten?

Folgen­de Unter­la­gen können sie sich zur Vorbe­rei­tung durchlesen:

  1. Daten­blatt
  2. Einwil­li­gung zur Datenspeicherung
  3. Infor­ma­tio­nen über die Arbeits­wei­se (in english)

 

Wie kann ich dem Offenen Dialog Rückmel­dung geben?

Wir freuen uns über eine anony­me Rückmel­dung über Ihre Erfah­run­gen mit dem Offenen Dialog.

Was zeich­net den Offenen Dialog konkret aus?

Allpar­tei­lich­keit

Wir verpflich­ten uns, eine allpar­tei­li­che Positi­on einzu­neh­men und diese, soweit es in unserer Macht steht durch Super­vi­si­on und Inter­vi­si­on, sicher zu stellen. Wir stellen uns zur Aufga­be, die Themen im Sinne aller betei­lig­ten Partei­en zu bearbei­ten und bei Nicht­über­ein­stim­mung ggf. zu vermit­teln.
Entschei­dun­gen werden von allen gemein­sam gefällt, nicht über den Kopf einzel­ner hinweg, dabei ist jede*r selbst für sein*ihr Handeln verantwortlich.

Verant­wor­tungs­über­nah­me: Wir sind da
Wurde der Offene Dialog e.V. einmal einge­schal­tet, so übernimmt er die Aufga­be während der Krise ansprech­bar zu sein und Termi­ne nach Bedarf zu verein­ba­ren. So lange, bis gemein­sam verein­bart wird, dass sich das Team wieder zurückzieht.
Falls sich im Gespräch oder danach für Sie heraus­stellt, dass etwas anderes besser für Sie passt, dann können Sie uns das mittei­len. Wenn erwünscht, können wir gemein­sam nach einer Alter­na­ti­ve suchen.
Jede*r ist für sein*ihr Handeln selbst verantwortlich. 
Keine Diagno­sen

Wir arbei­ten unabhän­gig von Diagno­sen. Wir geben keine Diagno­sen, rechnen nicht über Diagno­sen ab und es ist nicht ausschlag­ge­bend dafür, dass ein Offener Dialog statt­fin­den kann, ob Sie eine (oder mehre­re) Diagnose(n) “haben”.
Darüber hinaus versu­chen wir Struk­tu­ren zu schaf­fen, die es uns erleich­tern, auch nicht in Diagno­sen zu denken (siehe Verschwiegenheit).

Diagno­sen können Menschen helfen sich gegen Anfor­de­run­gen zu vertei­di­gen oder es erleich­tern Menschen zu treffen, die etwas ähnli­ches erlebt haben oder gezielt Infor­ma­tio­nen zu suchen.
Wir glauben aber, dass es möglich ist anzuneh­men, was gerade erlebt wird oder momen­tan leist­bar ist, ohne sich dafür (zum Beispiel durch Diagno­sen) recht­fer­ti­gen zu müssen. Dafür setzen wir uns ein, denn mit Diagno­sen gehen oft Stigma­ti­sie­rung, Hilflo­sig­keit und Diskri­mi­nie­rung einher
Die Phäno­me­ne, die Sie erleben, können sie selbst am besten und viel genau­er beschrei­ben als eine Diagno­se. Wir möchten es ermög­li­chen, Menschen zu treffen, die ähnli­che Erfah­run­gen gemacht haben um sich darüber auszutauschen.

Ihre Daten

Wir vernich­ten alle Ihre Daten nach 6 Monaten. Auf Wunsch können Sie sie davor jeder­zeit einse­hen oder auch zurück­be­kom­men. Aufzeich­nun­gen dienen dazu, dass wir den Kontakt mit Ihnen halten können und dass wir wissen, welche Verab­re­dun­gen wir getrof­fen haben und damit wir unser Denken während des Gesprächs struk­tu­rie­ren können.
Wenn Sie also nach einer Kontakt­pau­se von mehr als 6 Monaten mit uns in Kontakt kommen wollen, werden wir keine Aufzeich­nun­gen mehr über unsere gemein­sa­me Arbeit besit­zen. Gerne nehmen wir Ihren Kontakt in unseren Newslet­ter auf, wenn Sie dies wünschen und schrift­lich geneh­mi­gen. Wenn wir uns nach mehr als 6 Monaten Pause bei Ihnen melden sollen, dann werden wir dies geson­dert verein­ba­ren und für diesen Zeitraum die Daten aufbe­wah­ren.
Wir wollen sicher­stel­len, dass Ihre Privat­sphä­re gewahrt bleibt und Sie nur dann von uns kontak­tiert werden, wenn Sie das wünschen.
Genaue­res hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Sicher­heit

Für die Beglei­tung durch den Offenen Dialog ist es wichtig, dass sich alle – so weit wie möglich – sicher fühlen können. Deshalb wird in jedem indivi­du­el­len Fall geschaut, was und wen die Menschen brauchen um sich sicher zu fühlen.

Spenden

Unsere Arbeit ist für die Nutzer*innen eine enorme Chance, bedeu­tet aber auch, dass wir als Verein auf finan­zi­el­le Unter­stüt­zung angewie­sen sind. Ihre Spende ermög­licht uns, emotio­na­len Krisen schnell und bedin­gungs­los genau dort zu begeg­nen, wo sie auftre­ten: zu Hause und in Gemein­schaft. Unter­stüt­zen Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende oder Ihre Fördermitgliedschaft.

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