Krisen­be­glei­tung

mit Offenem Dialog

aktuell sind wir nicht per Telefon, aber per Mail erreichbar

Mail: dialoge@offenerdialog-ev.de

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Aktuel­les aus der Krisenbegleitung
Aktuel­les aus der Krisenbegleitung

Aktuel­les aus der Krisenbegleitung

Es finden im Moment einige Krisen­be­glei­tun­gen statt. Unser Team ist minimiert und zeitlich weniger flexi­bel als im Vorjahr.

Die Kürzun­gen von Haushalts­mit­teln betref­fen uns auch, wir sind mehr als zuvor auf Spenden angewie­sen. Uns ist es wichtig, unabhän­gig zu arbei­ten, vor allem auch unabhän­gig von den finan­zi­el­len Mitteln der Menschen, die uns kontak­tie­ren. Wir richten neuer­dings die Möglich­keit für Selbst­zah­ler ein. Das machen wir expli­zit dafür, damit eure Spenden genau da ankom­men, wo sie am meisten gebraucht werden – bei Netzwer­ken, die keine Mittel haben und Hilfe brauchen.

Priori­tät legen wir im Moment auf Anfra­gen von Menschen, die schwe­re oder auch psycho­ti­schen Krisen erleben, weil da der Zugang zu anderen Angebo­ten (wie Thera­pien, Media­ti­on etc.) oft von vornher­ein verschlos­sen ist und man in beson­de­rer Weise in die Gefahr kommt, eine psych­ia­tri­sche Behand­lung gegen den Willen oder Zwang im Rahmen von Behand­lung zu erleben. Auch zurück­lie­gen­de Psych­ia­trie­er­fah­run­gen und Menschen, die dafür noch versu­chen Worte zu finden um zukünf­ti­gen Krisen vorzu­beu­gen, wollen wir vor anderen Anfra­gen vorzie­hen. Wir bitten um Verständnis.

Erreich­bar sind wir über dialoge@offenerdialog-ev.de. Wir bemühen uns um regel­mäß­ge Antwor­ten, diese können aktuell ein wenig dauern.

Offener Dialog kommt aus Westlappland/Finnland und hat dort dazu geführt, Kranken­haus­bet­ten in den Psych­ia­trien zu reduzie­ren und Erfol­ge im Umgang mit schwe­ren Krisen in der ganzen Region gesorgt. Seit vielen Jahren wird Offener Dialog als Konzept viel disku­tiert, er wurde in die Leitli­ni­en zum Umgang mit schwe­ren psycho­so­zia­len Krisen aufge­nom­men und orien­tiert sich an den Menschenrechten.

Weltweit bemühen sich Menschen, Offenen Dialog in ihre Arbeit zu integrie­ren und psych­ia­tri­sches Handeln dadurch zu verän­dern. Lange unter­drück­te oder ungehör­te Perspek­ti­ven bekom­men Gehör, so zum Beispiel Perspek­ti­ven von Menschen, die schwe­re Erleb­nis­se durch­ma­chen und ihre Angehö­ri­gen, aber auch Momen­te der Ratlo­sig­keit von Helfen­den werden sicht­bar – so wie auch eine Fülle an Ideen, die alle mitein­an­der austau­schen können.

Wir haben 2016 damit begon­nen, Dialo­ge in Leipzig zu etablie­ren. In unserer Arbeit steht nicht die Behand­lung, sondern das gemein­sa­me Handeln im Mittel­punkt. Wir nehmen uns Zeit, um in Ruhe zuhören und verste­hen zu können. Dialog ist unser Anlie­gen. In diesem Sinne ermög­li­chen wir Gesprä­che zwischen Betrof­fe­nen, Famili­en­an­ge­hö­ri­gen, Freund*innen, Bekann­ten, Kolleg*innen und Menschen, die unter­stüt­zen können. Die Gesprä­che richten sich nach dem Bedarf der Teilneh­men­den und gestal­ten sich flexi­bel. Aus kleinen aber starken Verste­hens­mo­men­te heraus öffnen sich Türen und neue Wege. 

Wir erhof­fen uns von unserer Arbeit nicht nur Hilfe für Einzel­per­so­nen, sondern dass Menschen im Umgang mit Krisen in unserer Region insge­samt siche­rer werden, dass sozia­le Bezie­hun­gen gestärkt werden und dass Erleben von Krisen nicht zu Ausschluss führt, sondern inmit­ten der Gesell­schaft integrier­bar wird.

Die Ablauf der Krisenbegleitung

Sie können uns per Mail kontak­tie­ren. Wir arbei­ten in der Stadt Leipzig.

E-Mail: dialoge@offenerdialog-ev.de

Wenn wir es ermög­li­chen können, verein­ba­ren wir zeitnah einen ersten persön­li­chen Gesprächs­ter­min. Wir fragen Sie, welche weite­ren Perso­nen (wie Angehö­ri­ge, Freund*innen und Unterstützer*innen) da sind oder dazu kommen können.

Zwei unserer Teammit­glie­der kommen zu dem Termin zu Ihnen nach Hause oder an einen Ort Ihrer Wahl. In der Regel dauert ein Gespräch 90 Minuten. Wir bemühen uns, alle Perspek­ti­ven zu berücksichtigen. 

Wie es danach weiter­geht – ob es weite­re Termi­ne geben soll und in welchem Abstand oder was es eventu­ell noch braucht – wird von allen betei­lig­ten Perso­nen gemein­sam im Gespräch entschieden. 

Wir arbei­ten unabhän­gig von Diagnosen

Wir verge­ben keine Diagno­sen und rechnen auch nicht über Diagno­sen ab. Es ist nicht ausschlag­ge­bend, ob Sie eine (oder mehre­re) Diagnose(n) „haben“, damit ein Offener Dialog statt­fin­den kann. Diagno­sen sind offene Worte. Manch­mal kann man sich damit verstän­di­gen, manch­mal meint man Verschie­de­nes mit demsel­ben Wort. Wir sind an den Worten inter­es­siert, die Sie für Ihre Situa­ti­on finden. Außer­dem führen wir keine Akten und fällen somit auch keine Entschei­dun­gen auf Grund­la­ge von Akten. 

Häufi­ge Fragen rund um den Offenen Dialog

Wann kommt der Offene Dialog für mich in Frage?
  • Wenn Sie sich selbst in einer Krisen­si­tua­ti­on befin­den und Unter­stüt­zung suchen.
  • Wenn Sie mit/in Ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen.
  • Wenn Sie sich Sorgen machen, weil ein Ihnen naheste­hen­der Mensch sich ungewöhn­lich verhält.
Wie kann ich mich auf ein Gespräch vorbereiten?
Folgen­de Unter­la­gen können Sie sich zur Vorbe­rei­tung durchlesen:
  1. Daten­blatt
  2. Einwil­li­gung zur Datenspeicherung
  3. Infor­ma­tio­nen über die Arbeits­wei­se (in english)
Wie kann ich dem Verein Feedback über meine Erfah­run­gen geben?

Wir freuen uns über eine anony­me Rückmel­dung über Ihre Erfah­run­gen mit dem Offenen Dialog.

Wir betei­li­gen uns im Netzwerk Offener Dialog. 

So stehen wir im Austausch mit Dialog­prak­ti­zie­ren­den in Deutsch­land, Schweiz und Öster­reich. Dies hilft uns, an unserer Quali­tät zu arbei­ten. Außer­dem sind wir als Trainer*innen für Offenen Dialog aktiv und vernet­zen uns über dieses Netzwerk mit anderen Trainer*innen und arbei­ten gemein­sam an der Ausbil­dung für Offenen Dialog.

Mehr Infor­ma­tio­nen finden Sie HIER.

 

Das können Sie von uns erwarten

Verant­wor­tungs­über­nah­me: Wir sind da

Die Teammit­glie­der, die mit Ihnen in Kontakt stehen, bleiben für Sie ansprech­bar und verab­re­den Termi­ne nach Bedarf. Sollten Sie einen Wechsel wünschen oder die Gesprä­che beenden wollen, lassen Sie uns das gerne wissen.

Allpar­tei­lich­keit

Wir bemühen uns, eine allpar­tei­li­che Positi­on einzu­neh­men. Wir arbei­ten daran mit Super­vi­si­on und Inter­vi­si­on. Wir bemühen uns, alle Perspek­ti­ven zu hören und anzusprechen. 

Verschwie­gen­heit

Wir verpflich­ten uns zu Verschwie­gen­heit bezüg­lich aller Infor­ma­tio­nen, die Sie uns im Rahmen des Offenen Dialogs anvertrauen.

Die Verschwie­gen­heit gilt jedoch nicht, wenn mit der Weiter­ga­be der Infor­ma­tio­nen eine Straf­tat von schwe­rem Ausmaß verhin­dert werden kann.

Wichtig ist auch: Wir sprechen uns im Team nicht über Sie ab, oder bilden uns eine gemein­sa­me Meinung über Sie oder zu Ihnen.

In Inter­vi­sio­nen sprechen wir über Situa­tio­nen, wie wir sie im Dialog erlebt haben und zwar vor allem dann, wenn wir mit unserem Handeln nicht zufrie­den waren oder gemerkt haben, dass wir gedank­lich eng gewor­den sind. So arbei­ten wir an unserer Qualität.

Ihr Feedback hilft uns dafür auch ungemein! Bitte zögern Sie nicht, uns mitzu­tei­len, wenn Sie etwas bemer­ken, über etwas nachden­ken, unsicher sind, Fragen haben oder unzufrie­den sind. Dies hilft uns enorm.

(in english)

Daten­schutz

Wir vernich­ten alle Ihre Daten nach 6 Monaten. Auf Wunsch können Sie sie davor jeder­zeit einse­hen oder auch zurück­be­kom­men. Aufzeich­nun­gen dienen dazu, dass wir den Kontakt mit Ihnen halten können und dass wir wissen, welche Verab­re­dun­gen wir getrof­fen haben und damit wir unser Denken während des Gesprächs struk­tu­rie­ren können.
Wenn Sie also nach einer Kontakt­pau­se von mehr als 6 Monaten mit uns in Kontakt kommen wollen, werden wir keine Aufzeich­nun­gen mehr über unsere gemein­sa­me Arbeit besit­zen. Gerne nehmen wir Ihren Kontakt in unseren Newslet­ter auf, wenn Sie dies wünschen und schrift­lich geneh­mi­gen. Wenn wir uns nach mehr als 6 Monaten Pause bei Ihnen melden sollen, dann werden wir dies geson­dert verein­ba­ren und für diesen Zeitraum die Daten aufbe­wah­ren.
Wir wollen sicher­stel­len, dass Ihre Privat­sphä­re gewahrt bleibt und Sie nur dann von uns kontak­tiert werden, wenn Sie das wünschen.
Genaue­res hierzu finden Sie in unserer Daten­schutz­er­klä­rung.

Sicher­heit

Für die Beglei­tung durch den Offenen Dialog ist es wichtig, dass sich alle – so weit wie möglich – sicher fühlen können. Deshalb wird in jedem indivi­du­el­len Fall geschaut, was und wen die Menschen brauchen um sich sicher zu fühlen.

Finan­zie­rung

Wir finan­zie­ren Netzwerk­ge­sprä­che im Moment mit Hilfe einer Förde­rung durch die Stadt Leipzig (Gesund­heits­amt). Hier stehen uns 9000€ zur Verfü­gung. Damit sind 46 Netzwerk­ge­sprä­che möglich. Für unser Ehren­amt werden wir durch „Wir für Sachsen“ geför­dert. Damit können wir Ehren­amt­li­chen 40€/Monat ihren Aufwand entschädigen. 

Wir sammeln Spenden über unser Vereins­kon­to und über betterplace. 

Alle einge­hen­den Spenden werden für die Krisen­be­glei­tung verwen­det, insofern sie nicht expli­zit für andere Zwecke gekenn­zeich­net ist. Die Krisen­be­glei­tung mit Offenem Dialog ist das Haupt­an­lie­gen unseres Vereins.

Ein Netzwerk­ge­spräch von 90 min kostet unseren Verein 192€ (64€/h für 2 Moderierende)

Für Selbst­zah­ler stellen wir Rechnun­gen aus. Bitte wenden Sie sich mit Fragen dazu an uns: vorstand@offenerdialog-ev.de

 

 

Gefördert durch die Stadt Leipzig

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